Champagne, Frankreich

Champagne, Frankreich

Die Champagne im Nordosten Frankreichs ist die kühlste bedeutende Weinregion des Landes und der Ursprung des berühmtesten Schaumweins der Welt. Nur Schaumwein aus dieser klar abgegrenzten Region darf sich Champagner nennen. Das raue Klima und die kalkreichen Kreideböden geben den Grundweinen die hohe Säure und die Feinheit, die für die zweite Gärung in der Flasche nötig sind.

Drei Rebsorten prägen die Champagne. Chardonnay steht für Eleganz und Frische, Pinot Noir für Struktur und Körper, Pinot Meunier für Fruchtigkeit und frühe Zugänglichkeit. Die meisten Champagner sind Verschnitte aus allen dreien sowie aus mehreren Jahrgängen, um den unverwechselbaren Hausstil einer Marke über die Jahre konstant zu halten. Ein Blanc de Blancs besteht ausschließlich aus weißen Trauben, ein Blanc de Noirs allein aus roten.

Der Charakter eines Champagners entsteht wesentlich durch die Méthode Champenoise. Nach der ersten Gärung wird der Grundwein in Flaschen gefüllt, wo eine zweite Gärung die Kohlensäure erzeugt. Die anschließende Reifung auf der Hefe verleiht dem Wein seine typischen Aromen von Brioche, Nüssen und Gebäck. Die Dosage, eine geringe Zugabe von Zucker vor dem endgültigen Verschluss, bestimmt den Süßegrad. Die meisten Champagner sind heute Brut, also weitgehend trocken.

Ein Großteil der Produktion sind jahrgangslose Cuvées ohne Jahresangabe. Nur in besonders guten Jahren füllen die Häuser einen Jahrgangschampagner, den Millésimé, der die Eigenheiten seines Jahrgangs zeigt und länger reifen kann. Als herausragende Jahrgänge gelten 2002, 2008, 2012 und 2015. Während einfache Bruts jung und frisch getrunken werden, gewinnen gereifte Jahrgangschampagner über zehn bis zwanzig Jahre an Tiefe und verlieren an sprudelnder Jugendlichkeit zugunsten cremiger Reife.

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