Was macht der Winzer im Weinberg übers Jahr?

Was macht der Winzer im Weinberg übers Jahr?

Die Qualität eines Weins entscheidet sich zu einem großen Teil im Weinberg, lange bevor die erste Traube den Keller erreicht. Der Winzer folgt dabei einem Jahreszyklus, der eng an den Rhythmus der Natur gebunden ist und in dem jede Phase ihre eigenen Aufgaben mit sich bringt.

Im Winter, wenn die Reben ruhen, findet der Rebschnitt statt, die vielleicht wichtigste Arbeit des Jahres. Durch das Zurückschneiden legt der Winzer fest, wie viele Trauben eine Rebe im kommenden Jahr tragen wird, und steuert damit maßgeblich Ertrag und Qualität. Im Frühjahr treiben die Reben aus, und die jungen Triebe müssen aufgebunden und gepflegt werden, während gleichzeitig die Gefahr von Spätfrösten droht. Der Sommer verlangt beständige Laubarbeit, um den Trauben Licht und Luft zu verschaffen, sowie den Schutz vor Pilzkrankheiten und Schädlingen. In dieser Zeit entscheidet sich auch, ob durch das Ausdünnen von Trauben die Konzentration der verbleibenden Beeren erhöht wird.

Der Höhepunkt des Jahres ist die Lese im Herbst, deren Zeitpunkt über den Charakter des Weins mitentscheidet. Eine frühe Lese bewahrt Säure und Frische, eine späte bringt mehr Reife und Zucker. Nach der Ernte bereitet der Winzer die Reben auf den Winter vor, und der Zyklus beginnt von Neuem. Diese ganzjährige Arbeit im Weinberg ist die eigentliche Grundlage jedes guten Weins, denn im Keller lässt sich nur bewahren, was der Weinberg hervorgebracht hat.

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