Venetien, Italien
Venetien im Nordosten Italiens rund um Verona und das Hinterland von Venedig ist eine der produktivsten und vielseitigsten Weinregionen des Landes. Sie ist die Heimat einiger der bekanntesten italienischen Weine überhaupt und reicht von leichten, spritzigen Alltagsweinen bis zu konzentrierten, langlebigen Spezialitäten.
Drei Namen prägen die Region. Aus dem Gebiet Valpolicella nördlich von Verona stammt der gleichnamige Rotwein aus den heimischen Sorten Corvina, Rondinella und Molinara. Seine berühmteste Ausprägung ist der Amarone, für den die Trauben vor dem Pressen monatelang auf Matten getrocknet werden, was einen mächtigen, samtigen und hochreifen Wein ergibt. Aus dem Gebiet um Soave östlich von Verona kommt der bekannte Weißwein aus der Garganega-Traube. Im Norden, in den Hügeln von Conegliano und Valdobbiadene, entsteht aus der Glera-Traube der Prosecco, der meistgetrunkene Schaumwein Italiens.
Die Qualitätsbandbreite ist entsprechend groß. Während einfache Valpolicella und Prosecco für den unbeschwerten täglichen Genuss stehen, unterliegt der Amarone della Valpolicella strengen Regeln und langen Reifezeiten. Auch beim Soave heben sich die besten Erzeuger mit Lagenweinen deutlich von der Masse ab. Diese Spannweite macht Venetien zu einer Region für jeden Anlass.
Der Amarone ist der langlebige Star der Region und kann in guten Jahrgängen zwei Jahrzehnte oder länger reifen, wobei er seine Kraft in samtige Komplexität verwandelt. Die besten Soave aus Spitzenlagen gewinnen ebenfalls mit einigen Jahren. Der Großteil der venetischen Weine, allen voran der Prosecco, ist jedoch bewusst für den frischen, jungen Genuss gemacht.
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