Der Exit-Plan: Wann und wie verkaufe ich?

Der Exit-Plan: Wann und wie verkaufe ich?

Beim Wein als Anlage richtet sich alle Aufmerksamkeit auf den Kauf, doch der eigentliche Gewinn entscheidet sich erst beim Verkauf. Wer eine Sammlung wieder zu Geld machen möchte, steht vor zwei Fragen, die den Erfolg maßgeblich bestimmen, nämlich wann und über welchen Weg verkauft werden soll.

Der richtige Zeitpunkt hängt eng mit dem Trinkfenster eines Weins zusammen, also der Phase, in der er seine optimale Reife erreicht. Ein Wein ist am gesuchtesten, wenn er sich seinem Höhepunkt nähert oder ihn erreicht hat, denn dann ist er sowohl für Genießer als auch für Sammler am attraktivsten. Wer zu lange wartet und den Wein über seinen Zenit hinaus altern lässt, riskiert einen Wertverlust, da das Interesse an einem möglicherweise bereits abbauenden Wein sinkt. Ein guter Exit-Plan behält deshalb die Reifeentwicklung der eigenen Weine im Blick.

Ebenso wichtig ist der Verkaufsweg, denn er bestimmt, wie viel vom Erlös am Ende übrig bleibt. Auktionshäuser erzielen oft hohe Zuschläge, verlangen aber sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer erhebliche Aufgelder, die einen spürbaren Teil der Marge aufzehren können. Der Verkauf über Händler oder Online-Börsen bringt andere Konditionen mit sich. Vor dem Verkauf lohnt es sich daher, die anfallenden Kosten verschiedener Wege genau zu vergleichen und gegen den erwarteten Erlös abzuwägen. Wer den Ausstieg von Anfang an mitdenkt und Zeitpunkt wie Verkaufsweg sorgfältig plant, holt am Ende deutlich mehr aus einer Sammlung heraus als jemand, der erst beim Verkauf über diese Fragen nachdenkt.

Mehr Weinwissen, passend zu deinen Flaschen: In Bits & Bottle prüfst du Jahrgänge, scannst Etiketten und behältst deinen Keller im Blick.

Ähnliche Beiträge