Burgenland, Österreich

Burgenland, Österreich

Das Burgenland im Osten Österreichs an der Grenze zu Ungarn ist das Rotweinland der Republik und zugleich eine Hochburg edelsüßer Weine. Das warme, sonnige pannonische Klima und der Einfluss des flachen Neusiedlersees, der als Wärmespeicher und Nebelspender wirkt, schaffen Bedingungen, die sich deutlich vom kühleren Westen des Landes unterscheiden.

Bei den Rotweinen stehen heimische Sorten im Mittelpunkt. Der Blaufränkisch liefert kraftvolle, würzige Weine mit lebendiger Säure und gutem Reifepotenzial und gilt als edelste rote Sorte Österreichs. Der Zweigelt, eine österreichische Neuzüchtung, bringt fruchtigere, weichere Weine hervor. Rund um den Neusiedlersee, besonders in Rust und Umgebung, entstehen zudem einige der besten edelsüßen Weine der Welt, allen voran der Ruster Ausbruch, dessen Trauben von der Edelfäule konzentriert werden.

Das Burgenland gliedert sich in mehrere Teilgebiete mit eigenem Profil. Der Blaufränkisch vom Leithaberg und aus dem Mittelburgenland, das auch als Blaufränkischland bekannt ist, zählt zu den besten Rotweinen des Landes. Ein Herkunftssystem mit gebietstypischen DAC-Weinen stellt zunehmend die regionale Eigenart in den Vordergrund.

Die besten Blaufränkisch aus Spitzenlagen besitzen echtes Reifepotenzial und gewinnen über fünf bis zehn Jahre an samtiger Komplexität. Die edelsüßen Weine zählen zu den langlebigsten überhaupt und können jahrzehntelang reifen. Als starke Jahrgänge für die Rotweine gelten 2015, 2017 und 2019. Zweigelt und einfachere Weine sind dagegen für den zugänglichen, früheren Genuss bestimmt.

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