Warum die Lagerung über den Wert entscheidet
Bei Wein als Wertanlage entscheidet die Lagerung über Wohl und Wehe. Selbst der größte Wein aus dem besten Jahrgang verliert seinen Wert, wenn er schlecht gelagert wurde, denn ein Käufer bezahlt Spitzenpreise nur für Flaschen in tadellosem Zustand mit nachweisbar guter Herkunft. Die Lagerung ist damit kein Nebenaspekt, sondern die Grundlage des Werterhalts.
Der Zustand einer Flasche wird durch ihre gesamte Geschichte bestimmt, die man als Provenienz bezeichnet. Dazu gehört eine lückenlose, gleichmäßig kühle und ruhige Lagerung, ein intakter Füllstand ohne Anzeichen von Undichtigkeit sowie ein makelloses Etikett und die originale Verpackung. Wurde ein Wein dagegen wechselnden Temperaturen ausgesetzt, ist sein Zustand ungewiss, und Käufer werden vorsichtig oder zahlen deutlich weniger. Aus diesem Grund lagern viele Anleger ihre Weine gar nicht selbst, sondern in professionellen, klimatisierten Weinlagern, oft in einem Zolllager. Dort ist nicht nur die ideale Lagerung gesichert, sondern die Herkunft auch durch die durchgehende Verwahrung zweifelsfrei belegt.
Ein weiterer Vorteil solcher Lager liegt darin, dass die Weine dort in ihrer originalen, ungeöffneten Holzkiste verbleiben können, was ihren Wert zusätzlich steigert. Wer Wein als Anlage betrachtet, muss die Kosten für eine professionelle Lagerung von Anfang an einkalkulieren. Sie sind der Preis dafür, dass ein Wein seinen Wert über die Jahre nicht nur behält, sondern im Idealfall steigert. Ohne einwandfreie Lagerung und belegbare Provenienz bleibt selbst der teuerste Wein am Ende schwer verkäuflich.
Mehr Weinwissen, passend zu deinen Flaschen: In Bits & Bottle prüfst du Jahrgänge, scannst Etiketten und behältst deinen Keller im Blick.
