Welche Weine sind überhaupt wertstabil?

Welche Weine sind überhaupt wertstabil?

Von den vielen Millionen Weinen, die jährlich erzeugt werden, eignet sich nur ein winziger Bruchteil überhaupt als Wertanlage. Der allergrößte Teil ist zum Trinken bestimmt und verliert nach wenigen Jahren an Reiz. Wer über Wein als Sachwert nachdenkt, sollte deshalb genau wissen, welche seltene Gruppe von Weinen überhaupt einen stabilen oder steigenden Wert erwarten lässt.

Wertstabile Weine teilen einige Merkmale. Sie stammen von wenigen weltberühmten Erzeugern und aus den renommiertesten Regionen, sie besitzen eine außergewöhnliche Langlebigkeit von oft mehreren Jahrzehnten, und sie werden in begrenzter Menge erzeugt, was sie knapp und begehrt macht. Das klassische Feld sind die Spitzengewächse aus Bordeaux, allen voran die klassifizierten Châteaux, sowie die großen Lagen des Burgund, deren winzige Erzeugungsmengen zu enormen Preisen geführt haben. Hinzu kommen die Prestige-Cuvées der Champagne, einige wenige Kultweine aus Italien wie die Spitzen aus dem Piemont und der Toskana sowie vereinzelte Weine aus Kalifornien und anderen Regionen.

Entscheidend ist neben Herkunft und Erzeuger auch der Ruf des jeweiligen Jahrgangs, denn ein großer Wein aus einem herausragenden Jahr ist wesentlich gesuchter als derselbe Wein aus einem schwachen. Für den Wert zählt zudem der tadellose Zustand einer Flasche samt lückenlosem Herkunftsnachweis. Wer sich diesem engen Feld nähert, sollte sich gründlich einarbeiten, denn schon innerhalb dieser Spitzengruppe gibt es große Unterschiede in der Wertentwicklung.

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