Was bedeuten Tannin, Körper und Abgang?
Wer über Wein spricht, stößt schnell auf einige zentrale Begriffe, die immer wiederkehren. Tannin, Körper und Abgang gehören zu den wichtigsten und beschreiben grundlegende Eigenschaften, die sich mit etwas Übung gut wahrnehmen lassen. Wer sie kennt, kann Weine deutlich präziser einordnen.
Tannin ist ein Gerbstoff, der vor allem aus den Schalen und Kernen roter Trauben stammt und dem Rotwein seine Struktur gibt. Im Mund erzeugt es ein trockenes, manchmal pelziges Gefühl, ähnlich wie stark gezogener schwarzer Tee. Junge, tanninreiche Weine wirken dadurch straff und mitunter herb, während sich das Tannin mit der Reife einbindet und weicher wird. Der Körper beschreibt, wie schwer oder leicht sich ein Wein im Mund anfühlt. Ein leichter Wein wirkt zart wie Magermilch, ein vollmundiger Wein dicht und füllig wie Sahne. Bestimmt wird der Körper vor allem durch Alkohol, Extrakt und Konzentration.
Der Abgang schließlich bezeichnet den Nachhall, der zurückbleibt, nachdem man den Wein geschluckt hat. Ein kurzer Abgang verschwindet rasch, ein langer, anhaltender Nachhall gilt als Zeichen von Qualität, weil die Aromen lange nachklingen. Diese drei Begriffe bilden zusammen einen guten Grundwortschatz, mit dem sich fast jeder Wein treffend beschreiben lässt.
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