Wie verlängere ich die Haltbarkeit einer offenen Flasche?
Wer eine Flasche nicht in einem Zug leert, muss sie nicht aufgeben. Mit einigen einfachen Mitteln lässt sich die Haltbarkeit eines geöffneten Weins deutlich verlängern, indem man den Hauptfeind bekämpft, nämlich den Sauerstoff. Je weniger Luft mit dem Wein in Kontakt kommt, desto langsamer verändert er sich.
Die einfachste Maßnahme kostet nichts. Wird die Flasche direkt nach dem Einschenken wieder fest verschlossen und kühl gestellt, hält sich der Wein bereits spürbar länger. Wer öfter Wein übrig hat, greift zu einer Vakuumpumpe, die einen Teil der Luft aus der Flasche zieht und so den Kontakt zwischen Wein und Sauerstoff verringert. Noch wirksamer, besonders für wertvolle Weine, ist die Verwendung von neutralem Schutzgas aus einer kleinen Sprühdose, das sich wie eine schützende Schicht über den Wein legt und die Luft verdrängt. Ein bewährter Trick ohne Zubehör besteht darin, den Rest in eine kleinere, randvoll gefüllte Flasche umzufüllen, sodass fast keine Luft mehr im Gefäß bleibt.
Welche Methode sich lohnt, hängt vom Anspruch ab. Für den alltäglichen Wein reicht das kühle, verschlossene Aufbewahren völlig aus, während sich für besondere Flaschen die kleine Investition in Vakuumpumpe oder Schutzgas auszahlt. In jedem Fall gilt, dass jede dieser Maßnahmen dem Wein einige zusätzliche Tage schenkt und verhindert, dass ein guter Rest ungenutzt verdirbt.
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