Temperaturschwankungen bei der Lagerung

Temperaturschwankungen bei der Lagerung

Bei der Weinlagerung richtet sich viel Aufmerksamkeit auf die ideale Temperatur, doch fast noch wichtiger als der genaue Wert ist die Konstanz. Häufige und starke Temperaturschwankungen schaden einem Wein oft mehr als eine dauerhaft etwas zu hohe, aber gleichmäßige Temperatur. Wer die Gründe versteht, lagert seine Weine deutlich sicherer.

Der Schaden entsteht durch die physikalische Ausdehnung. Wenn die Temperatur steigt, dehnen sich Wein und die Luft im Flaschenhals aus, wenn sie sinkt, ziehen sie sich wieder zusammen. Dieses ständige Arbeiten setzt dem Korken zu und kann dazu führen, dass mit der Zeit winzige Mengen Wein austreten oder umgekehrt Luft in die Flasche gezogen wird. Beides beschleunigt die Oxidation und lässt den Wein vorzeitig altern. Ein Wein, der wechselnden Temperaturen ausgesetzt ist, reift dadurch ungleichmäßig und verliert an Frische und Klarheit.

In der Praxis bedeutet das, ungeeignete Orte zu meiden. Die Küche mit ihren Temperaturspitzen beim Kochen, ein Raum in Fensternähe mit starker Sonneneinstrahlung oder ein Dachboden, der sich im Sommer stark aufheizt und im Winter auskühlt, sind schlechte Lagerorte. Ein gleichmäßig kühler, dunkler Ort ohne große Tag- und Nachtunterschiede ist ideal. Für wertvolle Weine, die über viele Jahre reifen sollen, bietet ein Weinklimaschrank die verlässlichste Konstanz.

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