Bio, biodynamisch, Naturwein?

Bio, biodynamisch, Naturwein?

Die Begriffe Bio, biodynamisch und Naturwein begegnen einem heute überall, werden aber oft durcheinandergebracht. Sie bezeichnen drei unterschiedliche Ansätze, die aufeinander aufbauen und sich im Grad ihrer Strenge und ihrer Philosophie unterscheiden. Ein klarer Blick auf die Unterschiede hilft, die wachsende Vielfalt im Regal einzuordnen.

Der Bioweinbau ist die am klarsten geregelte Stufe und durch offizielle Siegel zertifiziert. Er verzichtet im Weinberg auf chemisch-synthetische Spritzmittel und Kunstdünger und setzt auf natürliche Methoden der Bewirtschaftung. Der biodynamische Weinbau geht einen Schritt weiter und folgt den Ideen Rudolf Steiners. Er betrachtet den Weinberg als lebendigen Gesamtorganismus, arbeitet mit speziellen Präparaten und richtet viele Arbeiten nach einem Mondkalender aus. Auch die Biodynamie ist durch Verbände wie Demeter zertifiziert und schließt die Regeln des Bioweinbaus mit ein.

Der Naturwein schließlich ist der am wenigsten geregelte Begriff, da er nicht gesetzlich geschützt ist. Gemeint ist meist ein Wein, der aus biologisch oder biodynamisch angebauten Trauben stammt und im Keller mit möglichst wenig Eingriffen entsteht. Während sich Bio und Biodynamie also vor allem auf die Arbeit im Weinberg beziehen, betrifft der Naturweingedanke zusätzlich den Ausbau im Keller. Wie dieser minimale Eingriff im Keller konkret aussieht, wird in einem eigenen Beitrag im Bereich Weinproduktion behandelt.

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